Barrierefreie Bewegungsflächen im Büro sind geplante Freiflächen, die es Menschen ermöglichen, Türen, Schreibtische, Besprechungsräume, Toiletten, gemeinsam genutzte Geräte und Ausgänge ohne Hindernisse zu erreichen. Dazu gehören barrierefreie Wege, Bewegungsflächen an Türen, Wendeflächen für Rollstühle und freie Bodenflächen neben Arbeitsplätzen oder Sitzgelegenheiten. Gute Planung prüft Breiten, Oberflächen, Schwellen, Möbelplatzierung, Kabel und gelagerte Gegenstände anhand der geltenden Barrierefreiheitsstandards. Regelmäßige Inspektionen halten Wege auch nach Änderungen nutzbar. Die folgenden Abschnitte erklären die wichtigsten Planungsschritte in einfachen Worten.
Was sind barrierefreie Bewegungsflächen im Büro?
Barrierefreie Bewegungsflächen im Büro sind die freien Bodenflächen, Verkehrswege, Türfreiräume, Wendeflächen und Wegbreiten, die es Menschen mit Mobilitätshilfen oder anderen Zugangsbedürfnissen ermöglichen, sich sicher und selbstständig durch einen Arbeitsplatz zu bewegen. Dazu gehören unbehinderte Zugänge zu Arbeitsplätzen, Besprechungsräumen, Empfangsbereichen, Küchen, Sanitärräumen, Lagerbereichen und Fluchtwegen. In der Planung werden diese Bereiche durch messbare Abmessungen, Oberflächenbedingungen, Neigungen, Schwellen und die Platzierung von Möbeln definiert.
Ein konformes Layout wendet Prinzipien des barrierefreien Designs an, bevor Geräte, Trennwände oder Lagersysteme installiert werden. Schreibtische, Schränke, Türen und gemeinsam genutzte Geräte dürfen die erforderlichen Bewegungsflächen nicht verringern oder durchgehende Wege blockieren. Die Bewegungseffizienz hängt von direkten, vorhersehbaren Wegen mit ausreichender Breite zum Passieren, Wenden und Annähern ab. Planer und Facility-Manager sollten Abmessungen auf Zeichnungen und vor Ort überprüfen, da kleine Änderungen zu Nichtkonformität führen können. Barrierefreie Bewegungsflächen im Büro fungieren daher als kontrollierte Planungszonen und nicht als Restflächen nach der Möbelplatzierung.
Warum Bewegungsraum am Arbeitsplatz wichtig ist
Bewegungsraum unterstützt eine sichere tägliche Navigation, indem Hindernisse, enge Kurven und Kollisionsrisiken reduziert werden. Inklusive Bürolayouts bieten Mitarbeitenden, Besuchern und Nutzern von Mobilitätshilfen einen gleichmäßigen Zugang zu Arbeitsplätzen, Besprechungsräumen und gemeinsam genutzten Einrichtungen. Freie Wege unterstützen außerdem die Einhaltung von Vorschriften, die Bewegung im Notfall und eine effiziente Zirkulation im gesamten Arbeitsplatz.
Sichere tägliche Navigation
In einem Büro hängt die sichere tägliche Fortbewegung von klaren, vorhersehbaren Flächen ab, damit Mitarbeitende und Besucher durch Flure gehen, Arbeitsplätze erreichen, gemeinsam genutzte Geräte verwenden und im Notfall ohne Hindernisse reagieren können. Bewegungsflächen müssen frei von Lagergut, temporären Möbeln, herumliegenden Kabeln und hervorstehenden Gegenständen bleiben. Dies unterstützt eine sichere Fortbewegung für Rollstuhlnutzende, Menschen mit Mobilitätshilfen und alle, die Dokumente oder Geräte tragen.
Die Einhaltung der Vorgaben erfordert gleichbleibende Breiten, bei Bedarf ausreichende Wendeflächen und barrierefreie Wege, die während des normalen Betriebs nutzbar bleiben. Alltägliche Barrierefreiheit wird nicht allein durch Planung erreicht; sie hängt von Instandhaltung, Ordnung und Sauberkeit sowie dem Bewusstsein der Mitarbeitenden ab. Türen, Aufzüge, Drucker, Besprechungsräume und Sanitäranlagen sollten ohne Umwege oder physische Barrieren erreichbar sein. Freie Bewegungsflächen verringern Kollisionsrisiken, Verzögerungen und Ausgrenzung im routinemäßigen Büroalltag.
Inklusive Bürolayouts
Die Bürogestaltung wirkt sich direkt darauf aus, ob Mitarbeitende und Besucher sich ohne vermeidbare Barrieren bewegen, arbeiten, treffen und evakuieren können. In barrierefreien Arbeitsstätten müssen Bewegungsflächen als nutzbare Funktionsbereiche geplant werden, nicht als Restflächen. Compliance-orientierte Planung unterstützt inklusives Design, indem unterschiedliche Mobilitäts-, sensorische und Unterstützungsbedürfnisse berücksichtigt werden, bevor Möbel, Stauraum und Ausstattung festgelegt werden.
- Schreibtische benötigen ausreichende Annäherungs- und Wendeflächen für verschiedene Nutzer.
- Besprechungsräume brauchen erreichbare Tische, Bedienelemente und flexible Sitzpositionen.
- Empfang, Drucker und Gemeinschaftsbereiche sollten eine klare räumliche Orientierung unterstützen.
Ein praktisches Layout prüft Maße, Türschwenkbereiche, Verkehrsflächen rund um Arbeitsplätze und den Zugang zu Flucht- und Rettungswegen gemeinsam. Es verhindert außerdem spätere Nichtkonformität durch nachträgliche, ungeplante Möbeländerungen. Dokumentierte Layout-Standards helfen Facility-Teams, die Barrierefreiheit bei Umzügen, Renovierungen und täglichen Anpassungen am Arbeitsplatz aufrechtzuerhalten.
Klare Vorteile des Weges
Freie Wege ermöglichen es Mitarbeitenden, Besuchern und Einsatzkräften, sich ohne Hindernisse, Verzögerungen oder unsichere Umwege durch den Arbeitsplatz zu bewegen. In barrierefreien Büros reduzieren definierte Bewegungsflächen Kollisionsrisiken, unterstützen den Wendebedarf von Rollstühlen und halten Ausgänge, Türen, Schreibtische und gemeinschaftlich genutzte Einrichtungen nutzbar. Sie helfen Organisationen außerdem dabei, ihren Barrierefreiheitspflichten nachzukommen, indem erforderliche Breiten, Freihaltezonen und Annäherungsflächen eingehalten werden.
Praktische Planung sollte Verkehrswege als geschützte Betriebsflächen behandeln, nicht als Lager- oder Ausweichbereiche. Möbel, Kabel, Lieferungen und temporäre Auslagen müssen durch regelmäßige Kontrollen gesteuert werden. Wirksame Leitsysteme verbessern zusätzlich die Orientierung, indem sie Menschen entlang vorhersehbarer, barrierefreier Wege führen. Wo erforderlich, stärken mobilitätsfördernde Maßnahmen wie automatische Türen, ebene Schwellen und rutschhemmende Oberflächen die sichere Bewegung. Freie Wege verbessern daher Compliance, tägliche Effizienz, Evakuierungsbereitschaft und die Würde am Arbeitsplatz für alle Nutzer.
Freie barrierefreie Wege durch das Büro planen
Jedes barrierefreie Bürolayout sollte durchgehende Wege ausweisen, die Eingänge, Arbeitsplätze, Besprechungsräume, Toiletten, Pausenbereiche, Ausgänge und andere gemeinsam genutzte Bereiche ohne Hindernisse miteinander verbinden. Planer sollten diese Wege in Grundrissen einzeichnen, bevor Möbel, Stauraum oder Geräte installiert werden. Der eingezeichnete Weg sollte während der Geschäftszeiten direkt, vorhersehbar und frei von hervorstehenden Gegenständen, losen Kabeln, temporären Displays oder verschlossenen Türen bleiben.
- Kennzeichnen Sie Hauptwege mit einheitlicher Leit- und Orientierungssignalisation an Entscheidungspunkten.
- Stellen Sie sicher, dass Navigations-Apps, digitale Verzeichnisse und die Auskunft am Empfang dieselben barrierefreien Wege wiedergeben.
- Überprüfen Sie die Wege nach Layoutänderungen, Umzügen, Renovierungen oder neuen Mieterausbauten.
Compliance-Teams sollten die eingezeichneten Wege mit den geltenden Barrierefreiheitsstandards und Notfallverfahren vergleichen. Facility-Manager sollten Zuständigkeiten dafür festlegen, die Wege während Reinigung, Lieferungen, Wartungsarbeiten und Veranstaltungen freizuhalten. Wo alternative Wege erforderlich sind, sollten sie gleichermaßen zuverlässig, deutlich gekennzeichnet und den Mitarbeitenden, Besuchern und Dienstleistern im Voraus mitgeteilt werden.
Wendeflächen für Rollstühle dort bereitstellen, wo sie benötigt werden
Drehflächen für Rollstühle müssen dort bereitgestellt werden, wo Benutzer die Richtung umkehren, Räume betreten oder um fest installierte Elemente herum manövrieren müssen. Die Einhaltung der Vorschriften erfordert in der Regel entweder einen kreisförmigen Wenderadius oder eine T-förmige Wendefläche, abhängig von der jeweils geltenden Norm. Wichtige Bereiche für die Anordnung sind Toilettenräume, Empfangsbereiche, Arbeitsplätze, Pausenräume, Kopierbereiche und Endpunkte von Wegen.
Grundlagen des Wendekreises
Wenn ein Bürolayout Punkte umfasst, an denen ein Mobilitätshilfsmittel die Richtung wechseln oder neu ausgerichtet werden muss, sollte an diesen Stellen ein barrierefreier Wendebereich vorgesehen werden. Der Wenderadius definiert die freie Bodenfläche, die für eine kontrollierte Bewegung ohne Hindernisse erforderlich ist. Für Rollstuhlgerechtigkeit prüfen Planer in der Regel, dass Türen, Möbel, Geräte und vorübergehend abgestellte Gegenstände diesen erforderlichen Bereich nicht einschränken.
- Ein kreisförmiger Wendebereich ermöglicht eine reibungslose 180-Grad-Richtungsänderung.
- Ein T-förmiger Wendebereich kann akzeptabel sein, wenn ein vollständiger Kreis nicht praktikabel ist.
- Lichte Höhe und Bodenbeschaffenheit sollten im gesamten Manövrierbereich einheitlich bleiben.
Konformitätsprüfungen sollten die gemessenen lichten Abstände nach der Möbelinstallation bestätigen, nicht nur auf Zeichnungen. Jede Überschneidung mit Türschwenkbereichen, Lagerflächen oder Verkehrswegen sollte sorgfältig bewertet werden, um eine sichere, selbstständige Nutzung zu gewährleisten.
Wichtige Platzierungsbereiche
Schlüsselplatzierungsbereiche sind die Stellen, an denen ein barrierefreies Bürolayout am häufigsten verifizierten Wendeflächen erfordert, einschließlich Empfangsbereichen, Arbeitsplatzclustern, Konferenzräumen, Kopier- und Ablagebereichen, Pausenräumen, Toilettenräumen und Endpunkten von Wegen. Jeder Bereich sollte anhand der geltenden Freiraummaße geprüft werden, bevor Möbel, Stauraum oder Geräte fest installiert werden. Ein konformer Plan nutzt eine gezielte Verteilung, um sicherzustellen, dass Wendemöglichkeiten nicht isoliert sind, sondern überall dort verfügbar sind, wo ein Rollstuhlnutzer heranfahren, zurücksetzen, sich ausrichten oder die Richtung ändern muss. Strategische Platzierung ist besonders wichtig an Türen, gemeinsam genutzten Geräten, Servicetheken und Sackgassenfluren, wo begrenzter Manövrierraum Barrieren schaffen kann. Planer sollten diese Zonen in Plänen dokumentieren, sie frei von beweglichen Hindernissen halten und Strom-, Daten- und Lagerstandorte koordinieren, damit die erforderlichen Bewegungsflächen auch nach Bezug und Wartung nutzbar bleiben.
Freie Bodenfläche an Arbeitsplätzen freilassen
Stellen Sie an jedem barrierefreien Arbeitsplatz eine freie Bodenfläche bereit, damit Mitarbeitende sich ohne Hindernisse nähern, positionieren und Schreibtische, Theken, Geräte und Bedienelemente nutzen können. Diese Fläche sollte stabil, eben und frei von Lagergut, Abfallbehältern, losen Kabeln oder beweglichen Möbeln bleiben. Bei der Planung hängt die Einhaltung der Anforderungen von der tatsächlich gemessenen nutzbaren Fläche ab, nicht von theoretischen Grundrissen, die vor der Nutzung dargestellt wurden.
- Halten Sie die erforderliche Knie- und Zehenfreiheit unter Schreibtischen frei, damit sitzende Nutzer eng an die Arbeitsflächen heranrücken können.
- Platzieren Sie Drucker, Telefone, Schalter und gemeinsam genutzte Werkzeuge innerhalb erreichbarer Zonen, um die Ergonomie am Arbeitsplatz zu unterstützen.
- Überprüfen Sie die Möbelanordnung nach der Installation, um sicherzustellen, dass Stühle, Rollcontainer und Zubehör den Zugang nicht einschränken.
Die freie Bodenfläche sollte direkt mit der funktionalen Seite des Arbeitsplatzes verbunden sein und je nach Anwendung eine frontale oder parallele Positionierung ermöglichen. Höhenverstellbare Schreibtische, mobile Aufbewahrungselemente und Monitorarme sollten nur dann ausgewählt werden, wenn sie die erforderliche freie Fläche erhalten. Regelmäßige Audits helfen sicherzustellen, dass spätere Änderungen die Barrierefreiheit oder die tägliche Nutzbarkeit nicht beeinträchtigen.
Manövrierfläche um Türen freihalten
Ein ungehinderter Zugang zu Arbeitsplätzen muss durch barrierefreie Wege unterstützt werden, die an Türöffnungen weiterhin nutzbar bleiben. Jede Bürotür sollte auf der Zug- und Druckseite ausreichende Bewegungsflächen bieten, damit eine Rollstuhlnutzerin oder ein Rollstuhlnutzer heranfahren, den Griff erreichen, das Türblatt bedienen und hindurchfahren kann, ohne rückwärts gegen Möbel oder Wände zu stoßen. Bei der Planung sollte die lichte Türbreite überprüft werden, nicht nur die nominelle Rahmenbreite, da Scharniere, Anschläge, Türschließer und Griffe den nutzbaren Durchgang verringern können.
Der Platzbedarf variiert je nach Türschlag, Annäherungsrichtung, Freiraum auf der Schlossseite und danach, ob die Tür automatisch, kraftunterstützt oder manuell betrieben wird. Planer sollten diese Bereiche eben, hindernisfrei und frei von Lagergut, Garderobenständern, Druckern oder Abfallbehältern halten. Schwellen sollten bündig oder innerhalb der zulässigen Grenzen abgeschrägt sein, um ein Blockieren der Räder zu verhindern. Türbeschläge sollten innerhalb barrierefreier Greifbereiche angebracht sein und eine Einhandbedienung ermöglichen. Konformitätsprüfungen sollten anhand der fertigen Zeichnungen und nach der Installation durchgeführt werden, da geringfügige Layoutänderungen die erforderlichen Bewegungsflächen beeinträchtigen können.
Bewegungsflächen in gemeinsam genutzten Bürobereichen planen
Gemeinsam genutzte Bürobereiche benötigen geplante Bewegungsflächen, die es Rollstuhlnutzern und anderen Nutzern von Mobilitätshilfen ermöglichen, einzutreten, zu wenden, aneinander vorbeizukommen und gemeinsame Funktionen zu nutzen, ohne mit Möbeln, Geräten oder Verkehrswegen in Konflikt zu geraten. In Lounges, Kopierbereichen, Teeküchen, Wartezonen am Empfang und kollaborativen Bereichen sollten Grundrisse freie Bodenflächen neben Sitzgelegenheiten, Tischen, Stauraum und gemeinsam genutzten Geräten vorsehen. Wendekreise oder gleichwertige Manövrierflächen müssen während der normalen Nutzung frei nutzbar bleiben, nicht nur auf Plänen.
- Platzieren Sie gemeinsam genutzte Tische so, dass mindestens ein barrierefreier Zugang und nutzbare Kniefreiheit gewährleistet sind.
- Stellen Sie Verkehrswegbreiten bereit, die Begegnungsverkehr unterstützen, wenn häufiges Aneinandervorbeigehen zu erwarten ist.
- Richten Sie Drucker, Theken, Abfallbehälter und Pinnwände innerhalb erreichbarer Bereiche und in der Nähe stabiler Annäherungsflächen aus.
Ergonomische Gestaltung unterstützt Barrierefreiheit, wenn Möbelmaße, Griffpositionen und Bedienhöhen den Bedürfnissen unterschiedlicher Nutzer entsprechen. Die Planung sollte Stoßzeiten, bewegliche Stühle und Besprechungsraumlayouts berücksichtigen und sicherstellen, dass inklusiver Bewegungsraum im täglichen Bürobetrieb vorhersehbar, messbar und regelkonform bleibt.
Entfernen Sie Hindernisse, die barrierefreie Wege blockieren
Barrierefreie Wege sollten frei von Gegenständen bleiben, die die Bewegung mit Rollstuhl, Rollator oder die sichere Fortbewegung von Fußgängern einschränken. Büros sollten Stolpergefahren reduzieren, indem Kabel gesichert, lose Matten entfernt und gelagerte Materialien aus Gehwegen herausgehalten werden. Möbel, die erforderliche Wege blockieren, sollten umgehend versetzt werden, um einen vorschriftsmäßigen Bewegungsraum aufrechtzuerhalten.
Gehwege freihalten
Entfernen Sie Hindernisse aus Bürowegen, bevor sie zu Zugangsbarrieren werden. Freie Verkehrsflächen unterstützen eine regelkonforme Fortbewegung für Rollstuhlnutzer, Besucher mit Mobilitätshilfen und Mitarbeitende, die Ausrüstung tragen. Die Instandhaltung von Gehwegen sollte zugewiesen, dokumentiert und im Rahmen routinemäßiger Gebäudebegehungen überprüft werden. Die Möblierung muss die erforderlichen Breiten in der Nähe von Schreibtischen, Türen, Besprechungsräumen, Druckern und gemeinsam genutzten Ablagen gewährleisten.
- Halten Sie Kisten, Behälter und Lieferungen aus ausgewiesenen Wegen fern.
- Schieben Sie Stühle nach der Nutzung vollständig unter die Tische.
- Entfernen Sie Displays, Pflanzen oder temporäre Schilder, die den Durchgang verengen.
Die Geschäftsleitung sollte die Zuständigkeit für jeden Bereich festlegen, einschließlich Empfang, Flure, Pausenräume und Open-Space-Arbeitsplätze. Reinigungsteams und Mitarbeitende sollten einfache Anweisungen erhalten, wie freie Wege nach Besprechungen oder Lieferungen wiederhergestellt werden. Bei Layoutänderungen sollten Zugangsmaße vor der Nutzung erneut überprüft werden und nicht erst später nach Beschwerden korrigiert werden.
Stolpergefahren reduzieren
Erkennen Sie Stolpergefahren, bevor sie die barrierefreie Fortbewegung beeinträchtigen. Zugangswege in Büros erfordern eine kontinuierliche Inspektion auf erhöhte Schwellen, lose Fußmatten, herumliegende Kabel, unebene Bodenbeläge, vorübergehende Lieferungen, Abfallbehälter und Geräte, die innerhalb der erforderlichen Verkehrsbreiten abgestellt sind. Wirksame Stolperprävention hängt davon ab, diese Risiken sofort zu beseitigen – nicht erst, nachdem ein Vorfall eingetreten ist.
Facility Manager sollten Verfahren zur Gefahrenwahrnehmung in routinemäßigen Sicherheitskontrollen, Reinigungsplänen und Wartungsmeldesystemen dokumentieren. Kabel sollten durch abgedeckte Kanäle oder Wandanschlüsse geführt werden. Matten müssen flach, gesichert und konform mit den Anforderungen an die Rutschhemmung sein. Beschädigte Bodenbeläge sollten umgehend repariert werden, wobei temporäre Absperrungen nur verwendet werden dürfen, wenn sie barrierefreie Wege nicht verengen. Klare Zuständigkeiten, Inspektionshäufigkeit und Fristen für Korrekturmaßnahmen helfen, die Einhaltung der Vorschriften nachzuweisen und gleichzeitig Rollstuhlnutzer, Besucher mit Mobilitätshilfen und alle Beschäftigten zu schützen.
Blockierende Möbel umstellen
Nachdem Stolpergefahren beseitigt wurden, muss die Möbelplatzierung überprüft werden, um sicherzustellen, dass Verkehrswege offen und nutzbar bleiben. Schreibtische, Aufbewahrungseinheiten, Besucherstühle, Pflanzgefäße und gemeinsam genutzte Geräte dürfen erforderliche Bewegungsflächen nicht verengen oder Türzugänge behindern. Eine konforme Möbelanordnung unterstützt vorhersehbare Wege für Rollstuhlnutzer, Menschen mit Mobilitätshilfen und Mitarbeitende, die Materialien tragen.
- Schränke, Abfallbehälter und Beistelltische außerhalb von Wendebereichen platzieren.
- Druckerstationen und Besprechungsstühle von Hauptwegen freihalten.
- Lichte Breiten nach jeder Layoutänderung erneut überprüfen.
Die Raumoptimierung sollte den Zugang vor Dekoration oder Bequemlichkeit priorisieren. Häufig genutzte Gegenstände sollten in Reichweite positioniert werden, ohne in Wege hineinzuragen. Temporäre Möbel von Veranstaltungen oder Teamänderungen sollten umgehend entfernt werden. Regelmäßige Inspektionen helfen zu bestätigen, dass barrierefreie Wege während der täglichen Büronutzung durchgehend, sichtbar und frei von blockierenden Hindernissen bleiben.
Abstände mit Barrierefreiheitsstandards vergleichen
Wenn Bewegungsflächen im Büro anhand von Barrierefreiheitsstandards bewertet werden, sollte jede Freifläche an den jeweils geltenden Anforderungen für barrierefreie Wege, Wendeflächen, Türmanövrierflächen, Arbeitsplätze und allgemein genutzte Elemente gemessen werden. Die Bewertung sollte die tatsächlichen Freiraummaße dokumentieren und sie mit verbindlichen Barrierefreiheitsmaßstäben vergleichen, wie etwa Mindestbreiten von Wegen, Wendekreisen für Rollstühle, Knie- und Fußfreiräumen sowie Annäherungsflächen an Türen oder Bedienelementen.
Messungen sollten von fertigen Oberflächen, fest eingebautem Mobiliar, Trennwänden und hervorstehenden Objekten aus vorgenommen werden, nicht allein anhand geplanter Zeichnungen. Jede verringerte Breite, die durch Griffe, Aufbewahrungseinheiten, Abfallbehälter oder Geräte verursacht wird, sollte als Teil der nutzbaren Freifläche erfasst werden. Türschwenkbereiche sowie Manövrierflächen auf der Zug- oder Druckseite erfordern eine gesonderte Überprüfung, da eine normgerechte Wegbreite allein unzureichend sein kann.
Das Ergebnis sollte konforme, grenzwertige und nicht konforme Bereiche ausweisen. Dieser Vergleich schafft eine nachvollziehbare Grundlage für Entscheidungen, Inspektionen und Dokumentation, ohne sich auf Annahmen über die alltägliche Büronutzung oder informelle Flexibilität zu stützen.
Bewegungsflächen in bestehenden Büros verbessern
Gemessene Abstands- und Durchgangsmaße bilden die Grundlage für gezielte Korrekturen in bestehenden Büros. Facility-Teams sollten jedes Hindernis dokumentieren, Zuständigkeiten zuweisen und Änderungen priorisieren, die erforderliche Wendekreise, Wege und Anfahrtszonen wiederherstellen. Schnelle Verbesserungen umfassen häufig das Umstellen von Lagerflächen, das Reduzieren ungenutzter Möbelgruppen sowie das Markieren von Freihaltebereichen in der Nähe von Türen, Aufzügen, Druckern und gemeinsam genutzten Schreibtischen.
- Ersetzen Sie überdimensionierte Schreibtische durch ergonomische Möbel, die Zugang, Körperhaltung und flexible Positionierung unterstützen.
- Entfernen Sie Mülleimer, Schränke, Kabel und Pflanzen aus Verkehrswegen, um normgerechte Breiten einzuhalten.
- Nutzen Sie adaptive Technologie, wie höhenverstellbare Arbeitsplätze oder automatische Türöffner, wenn räumliche Einschränkungen nicht allein durch Layoutänderungen gelöst werden können.
Jede Anpassung sollte anhand der geltenden Barrierefreiheitsstandards überprüft und mit Maßen, Daten und Fotos dokumentiert werden. Beschaffungsregeln sollten neue Barrieren verhindern, indem sie kompakte, verstellbare und mobile Komponenten vorschreiben. Regelmäßige Inspektionen bestätigen anschließend, dass Besprechungsräume, Arbeitsplätze, Empfangsbereiche und Fluchtwege für Rollstuhlnutzer, Nutzer von Mobilitätshilfen und Besucher mit eingeschränkter Reichweite nutzbar bleiben.
