Ein Arbeitsplatz für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sollte mit einer Aufgaben- und Mobilitätsbewertung beginnen und anschließend Barrieren für die Bewegung beseitigen. Stufenlose Eingänge, automatische Türen, Rampen, breite Wege, rutschfeste Böden und klare Wegeführungen erhöhen die Sicherheit. Schreibtische sollten höhenverstellbar sein, Beinfreiheit, stabile Oberflächen und einen leichten Zugriff auf Werkzeuge bieten. Besprechungsräume, Toiletten und Pausenbereiche benötigen barrierefreie Layouts. Assistive Technologie kann unnötiges Stehen oder Greifen reduzieren. Das Testen der Einrichtung mit den Mitarbeitenden hilft, praktische Lösungen im Voraus zu verfeinern.
Beginnen Sie mit Mobilitätsanforderungen und Arbeitsaufgaben
Jede Arbeitsplatzanpassung sollte mit einer klaren Abstimmung zwischen den Mobilitätsbedürfnissen der Person und den Aufgaben beginnen, die die Tätigkeit erfordert. Eine strukturierte Mobilitätsbeurteilung ermittelt, wie sich die beschäftigte Person bewegt, Transfers durchführt, Dinge erreicht, Gegenstände trägt, die Körperhaltung verändert und während des Arbeitstags mit Ermüdung umgeht. Diese Informationen sollten mit einer Aufgabenanalyse verknüpft werden: welche Tätigkeiten wesentlich sind, wie häufig sie vorkommen, wo sie stattfinden und welche Werkzeuge, Oberflächen oder Unterstützung sie erfordern.
Der Fokus sollte auf der Funktion liegen, nicht auf Annahmen. Beispielsweise kann eine Person, die einen Rollstuhl nutzt, angepasste Schreibtischfreiheit, erreichbaren Stauraum, stabile Transferflächen und Geräte benötigen, die innerhalb einer komfortablen Reichweite platziert sind. Jemand mit begrenzter Ausdauer kann von Aufgabenoptionen im Sitzen, leichteren Materialien, angepassten Arbeitsabläufen oder der Reduzierung unnötiger Bewegungen profitieren.
Die beste Lösung wird in der Regel gemeinsam mit der beschäftigten Person, der Führungskraft sowie Fachkräften für Sicherheit oder Arbeitsmedizin entwickelt. Zusammen können sie wesentliche Aufgaben priorisieren, vermeidbare Belastungen reduzieren und einen Arbeitsplatz schaffen, der Selbstständigkeit, Komfort und verlässliche Leistung unterstützt.
Arbeitsplatzzugänge stufenlos gestalten
Wenn Zugangswege stufenlos sind, können Beschäftigte mit Mobilitätseinschränkungen sich mit geringerem Risiko und größerer Selbstständigkeit zwischen Parkplätzen, Gehwegen, Gebäudeeingängen, Empfangsbereichen und Arbeitsplätzen bewegen. Eine wirksame Gestaltung von Eingangsbereichen beginnt mit einer ebenen Schwelle, ausreichender Bewegungsfläche und Türen, die sich aus sitzender oder stehender Position leicht öffnen lassen. Automatische Türantriebe, leichtgängige Griffe und geschützte Wartebereiche reduzieren die Belastung beim Ankommen und Verlassen.
Wo Höhenunterschiede bestehen, sollte die Installation von Rampen den geltenden Barrierefreiheitsstandards hinsichtlich Steigung, Breite, Kantenschutz und Rutschfestigkeit entsprechen. Handläufe, visuelle Kontraste an Übergängen und gleichmäßige Beleuchtung helfen Nutzerinnen und Nutzern, Oberflächen bei Nässe oder schlechten Lichtverhältnissen sicher einzuschätzen. Auch die Entwässerung ist wichtig, da stehendes Wasser Gefahren für Rollstühle, Krücken und Gehhilfen verursachen kann. Arbeitgeber sollten die Wege von barrierefreien Parkplätzen und Haltestellen des öffentlichen Verkehrs bis zum Haupteingang überprüfen und anschließend Lücken beheben, die unnötige Abhängigkeit von Unterstützung schaffen. Regelmäßige Wartung sorgt dafür, dass Eingänge das ganze Jahr über nutzbar bleiben, insbesondere bei Schnee, Eis oder Bauarbeiten.
Freie Wege durch den Arbeitsplatz planen
Freie Wege durch den Arbeitsplatz helfen Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, sich sicher, effizient und mit weniger körperlicher Belastung zu bewegen. Breitere Gehwege sollten Rollstühle, Gehhilfen und Unterstützung nebeneinander ermöglichen, ohne unbequeme Wendungen oder Verzögerungen zu erzwingen. Hindernisfreie Routen verringern Gefahren und halten wichtige Bereiche während des gesamten Arbeitstages zugänglich.
Breiteres Gehwegdesign
Ein gut geplanter Gehweg bietet Mitarbeitenden, Besuchern und Kunden mit Mobilitätseinschränkungen ausreichend Raum, um sich sicher und selbstständig durch den Arbeitsplatz zu bewegen. Flure sollten es Rollstuhlnutzern, Menschen mit Gehhilfen und Kolleginnen und Kollegen ermöglichen, aneinander vorbeizukommen, ohne umständlich wenden oder warten zu müssen. Planer sehen in der Regel großzügige Breiten auf Hauptwegen, in Besprechungsbereichen, Empfangszonen und Gemeinschaftseinrichtungen vor und stimmen breitere Türen auf diese Wege ab, um reibungslose Übergänge zwischen Räumen zu ermöglichen.
Die ergonomische Planung berücksichtigt außerdem Wendekreise in der Nähe von Schreibtischen, Druckern, Aufzügen und Wartebereichen, damit Bewegungen vorhersehbar und mit geringem Aufwand bleiben. Klare visuelle Kontraste können Wegekanten definieren, während taktile Oberflächen Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen bei der Orientierung unterstützen können. Einheitliche Abmessungen im gesamten Arbeitsplatz reduzieren Unsicherheit, fördern Würde und helfen allen Nutzern, sich täglich mit Vertrauen, Komfort und minimaler Unterstützung in professionellen Räumen zu bewegen.
Hindernisfreie Routen
Breitere Gehwege funktionieren nur dann wie vorgesehen, wenn sie den ganzen Tag über frei von Hindernissen bleiben. Eine wirksame Planung beginnt mit der Identifizierung von Barrieren: lose Kabel, provisorische Kartons, offene Schubladen und ungünstig platzierte Abfalleimer werden aus der Perspektive der Nutzerinnen und Nutzer erfasst. Die Routenoptimierung verbindet anschließend Eingänge, Schreibtische, Besprechungsräume, Toiletten und Notausgänge über die kürzesten sicheren Wege.
- Kabel werden in Bodenkanälen gesichert, abseits von Wendebereichen für Rollstühle.
- Lagerzonen halten Lieferungen, Taschen und Geräte außerhalb von Verkehrswegen.
- Möblierungspläne erhalten gerade Zugänge zu Türen, Aufzügen und gemeinsam genutzten Arbeitsmitteln.
Regelmäßige Begehungen helfen den Mitarbeitenden, Veränderungen zu bemerken, bevor sie die Bewegungsfreiheit einschränken. Klare Zuständigkeiten sollten festlegen, wer Hindernisse entfernt und wann. Für Beschäftigte mit Mobilitätseinschränkungen verringern ungehinderte Wege Ermüdung, vermeiden unbequeme Manöver und unterstützen eine selbstständige, würdevolle Teilhabe an den täglichen Aktivitäten am Arbeitsplatz.
Beleuchtung und Bodenbeläge für Mobilität verbessern
Verbessern Sie Beleuchtung und Bodenbeläge, um Sturzrisiken zu verringern und reibungslosere Bewegungen im gesamten Arbeitsplatz zu unterstützen. Wirksame Beleuchtungslösungen sollten auf Wegen, an Eingängen, in Lagerbereichen und Gemeinschaftszonen eine gleichmäßige, blendfreie Sicht gewährleisten. Arbeitsplatzleuchten können detailreiche Arbeiten unterstützen, während bewegungsaktivierte Leuchten Personen helfen können, die eine eingeschränkte Reichweite haben oder Mobilitätshilfen nutzen. Schalter sollten in barrierefreien Höhen und in der Nähe wichtiger Übergangspunkte angebracht sein.
Geeignete Bodenbeläge sollten fest, stabil, rutschfest und pflegeleicht sein. Hochflorige Teppiche, lose Läufer, unebene Schwellen und glänzende Oberflächen können den Rollwiderstand erhöhen oder Stolpergefahren verursachen. Flache Übergänge zwischen Räumen helfen Rollstühlen, Rollatoren und Gehstöcken, sich besser vorhersehbar zu bewegen. Kontraste zwischen Böden und Wänden können die Orientierung verbessern, insbesondere für Mitarbeitende mit eingeschränktem Sehvermögen. Regelmäßige Inspektionen sind unerlässlich, da aufgerollte Kanten, nasse Stellen oder beschädigte Fliesen die Sicherheit schnell beeinträchtigen können. Die besten Entscheidungen sollten die Mobilitätsmuster, Arbeitsaufgaben und Komfortbedürfnisse jeder Nutzerin und jedes Nutzers berücksichtigen, ohne neue Barrieren zu schaffen.
Wählen Sie Schreibtische mit Freiraum für Mobilitätshilfen
Schreibtische sollten höhenverstellbare Optionen bieten, um die Reichweite im Sitzen, die Körperhaltung und individuelle Ausstattungsbedürfnisse zu unterstützen. Offener Knieraum ermöglicht es Rollstühlen und anderen Mobilitätshilfen, ohne Hindernisse nah an die Arbeitsfläche heranzufahren. Eine stabile Arbeitsfläche hilft Klienten, Aufgaben sicher, bequem und mit gleichbleibendem Zugang zu wichtigen Werkzeugen zu erledigen.
Verstellbare Schreibtischhöhe
Ein höhenverstellbarer Arbeitsplatz bietet jedem Mitarbeiter den nötigen Freiraum und die richtige Positionierung, um sicher aus einem Rollstuhl, Scooter oder einem anderen Mobilitätsgerät heraus zu arbeiten. Eine zuverlässige Höhenverstellung sorgt dafür, dass sich die Arbeitsfläche an den Arbeitnehmer anpasst, anstatt Haltungsänderungen zu erzwingen, die zu Belastungen führen. Für Kunden mit sich ändernden Bedürfnissen bieten elektrische Bedienelemente und programmierbare Voreinstellungen praktische ergonomische Vorteile bei täglichen Aufgaben.
- Ein Nutzer rollt heran, wählt eine gespeicherte Höhe und hält beim Tippen die Schultern entspannt.
- Eine Führungskraft passt den Schreibtisch für eine Schulung an, ohne Geräte zu bewegen oder den Arbeitsablauf zu stören.
- Ein Therapeut überprüft Monitor-, Tastatur- und Arbeitsflächenhöhen während einer Beurteilung von Arbeitsplatzanpassungen.
Modelle sollten sich gleichmäßig absenken und anheben lassen, das erforderliche Gerätegewicht tragen und über leicht erreichbare Bedienelemente verfügen. Abgerundete Kanten, stabile Rahmen und Kabelmanagement verbessern zusätzlich Sicherheit, Unabhängigkeit und gleichbleibende Produktivität.
Offener Knieraum
Freiraum unter der Arbeitsfläche ist für Rollstuhl- und Scooter-Nutzer unerlässlich, damit sie sich dem Schreibtisch nähern können, ohne sich zu verdrehen, zu weit greifen zu müssen oder zu weit von ihren Aufgaben entfernt zu sitzen. Offener Knieraum ermöglicht es dem Nutzer, Oberkörper, Schultern und Arme mit Tastatur, Dokumenten und Monitor auszurichten. Bei der Auswahl eines Schreibtisches sollten Planer die Maße des Knieraums mit dem individuellen Mobilitätsgerät abgleichen, einschließlich Fußstützen, Armlehnen und der Art der Anfahrt bzw. Wendebewegung. Ein praktischer Zielwert umfasst ausreichende Breite, Tiefe und Höhe, damit Knie und Bedienelemente nicht mit Schubladen, Paneelen, Kabelwannen oder Sichtblenden in Kontakt kommen. Ergonomische Überlegungen beinhalten außerdem, häufig verwendete Gegenstände in einer bequemen Vorwärtsreichweite zu platzieren, sobald das Gerät positioniert ist. Die endgültige Anordnung sollte mit dem anwesenden Nutzer getestet werden, da der tatsächliche Platzbedarf je nach Haltung und Ausstattung variiert.
Stabile Arbeitsfläche
Wählen Sie eine stabile Arbeitsfläche, die bei Transfers, beim Anlehnen, Tippen und Umpositionieren eines Rollstuhls oder Scooters fest bleibt. Der Schreibtisch sollte ausreichend Freiraum für Mobilitätshilfen bieten, Wackeln widerstehen und tägliche Arbeitsmittel tragen, ohne zu verrutschen. Höhenverstellbare Modelle verbessern die ergonomische Gestaltung und erhalten gleichzeitig die Flexibilität des Arbeitsplatzes für wechselnde Bedürfnisse, Assistenzpersonen oder alternative Sitzmöglichkeiten.
- Ein solider Rahmen mit feststellbaren Rollen oder festen Beinen verhindert Bewegungen bei seitlichen Transfers.
- Freiraum unter der Tischplatte ermöglicht es, Knie, Fußstützen und Scooter-Lenksäulen bequem unterzubringen.
- Abgerundete Kanten, gut erreichbare Bedienelemente und Kabelmanagement reduzieren Belastungen und Hindernisse.
Die ausgewählte Fläche sollte zur Reichweite, Kraft und Aufgabenroutine der nutzenden Person passen. Ausreichende Stabilität hilft der Person, selbstbewusst zu arbeiten, die Haltung zu bewahren und sich den ganzen Tag über sicher umzu positionieren, ohne unnötige Anstrengung oder Unterbrechung.
Tägliche Werkzeuge und Bedienelemente in Reichweite aufbewahren
Wenn täglich genutzte Werkzeuge, Schalter und Materialien innerhalb eines bequemen Greifbereichs positioniert sind, wird ein Arbeitsplatz für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sicherer und leichter nutzbar. Häufig verwendete Gegenstände sollten sich zwischen Schulter- und Hüfthöhe befinden, möglichst nahe an der dominanten Hand. Dies reduziert Verdrehungen, Strecken und wiederholte Transfers. Verstellbare Monitorarme, Tastaturauszüge und Dokumentenhalter können Arbeitsmaterialien an Haltung und Aufgabenanforderungen ausrichten.
Ergonomische Hilfsmittel wie leichte Hefter, griffige Stifte, Spracheingabegeräte und Taschenrechner mit großen Tasten unterstützen die Selbstständigkeit bei Routineaufgaben. Praktische Aufbewahrungslösungen umfassen flache Schubladen, ausziehbare Regale, wandmontierte Organizer und beschriftete Behälter, die innerhalb der Reichweite im Sitzen platziert sind. Bedienelemente für Beleuchtung, Steckdosenleisten, Drucker, Telefone und Notruftasten sollten erreichbar sein, ohne sich vorzulehnen oder Mobilitätshilfen zu blockieren. Kabelmanagement verhindert, dass sich Kabel in der Nähe von Rädern, Gehstöcken oder Fußstützen verfangen. Jede Einrichtung sollte mit dem tatsächlichen Arbeitsablauf der Nutzerin oder des Nutzers getestet und angepasst werden, wenn sich Aufgaben oder Mobilitätsbedürfnisse ändern.
Sorgen Sie dafür, dass Besprechungsräume leicht zu finden sind
Jeder Besprechungsraum sollte es einer Person mit Rollstuhl, Rollator, Gehstock oder einer anderen Mobilitätshilfe ermöglichen, ohne Hindernisse einzutreten, sich zu drehen, sich dem Tisch zu nähern und den Raum wieder zu verlassen. Freie Verkehrswege, leichte Stühle und stabile Tische unterstützen eine sichere Bewegung und reduzieren den Aufwand vor, während und nach Besprechungen.
- Eine breite Tür öffnet sich zu einem aufgeräumten Weg ohne lose Kabel, Taschen oder bewegliche Displays, die den Zugang blockieren.
- Tische bieten Kniefreiheit, abgerundete Kanten und flexible Sitzpositionen für unterschiedliche Mobilitätsbedürfnisse.
- Bedienelemente für Beleuchtung, Bildschirme, Jalousien und Konferenztechnik befinden sich in Reichweite im Sitzen oder funktionieren per Fernzugriff.
Praktische Barrierefreiheitsmerkmale umfassen außerdem rutschhemmende Bodenbeläge, sichtbaren Kontrast an Schwellen und ausreichend Wendefläche in der Nähe von Präsentationsbereichen. Gastgeber von Besprechungen sollten Raumlayouts wählen, bei denen alle Teilnehmenden der Gruppe zugewandt sind, ohne unbequeme Winkel einnehmen zu müssen. Videobildschirme, Mikrofone und gemeinsam genutzte Geräte sollten von mehreren Positionen aus nutzbar sein. Diese kundenzentrierte Einrichtung hilft dabei, Besprechungen pünktlich zu beginnen und alle komfortabel einzubeziehen.
Barrierefreie Toiletten und Pausenbereiche einrichten
Barrierefreie Toiletten und Pausenbereiche erweitern die Inklusion am Arbeitsplatz über Besprechungsräume hinaus, indem sie Körperpflege, Ruhe, Flüssigkeitsaufnahme und Mahlzeiten ohne unnötige Belastung unterstützen. Eine praktische Gestaltung beginnt mit barrierefreiem Design: breite Türen, ebenerdige Schwellen, rutschhemmende Bodenbeläge, Bewegungsflächen für Rollstühle sowie erreichbare Schalter, Spender, Waschbecken, Spiegel und Aufbewahrungsmöglichkeiten. Haltegriffe sollten korrekt in der Nähe von Toiletten angebracht sein, wobei die Umsetzfläche frei bleiben muss. Hebelgriffe, automatische Wasserhähne und leichtgängige Türen reduzieren den Kraftaufwand beim Greifen und die Belastung der Schultern.
Pausenbereiche sollten vielfältige Sitzmöglichkeiten bieten, darunter Stühle mit Armlehnen, stabile Tische mit Knieunterfahrbarkeit und freie Wege zu Kühlschränken, Mikrowellen, Kaffeestationen und Abfallbehältern. Arbeitsflächen, Regale und Geräte sollten in komfortablen Reichweiten platziert sein, um hohes Heben oder Verdrehen zu vermeiden. Inklusive Merkmale wie höhenverstellbare Flächen, ruhige Ruheecken und barrierefreie Wasserstellen helfen Beschäftigten, Ermüdung und Routinen selbstständig zu bewältigen. Regelmäßiges Feedback von Nutzenden stellt sicher, dass die Einrichtungen sicher, würdevoll und auf die täglichen Bedürfnisse abgestimmt bleiben.
Assistive Technologie zur Mobilitätsunterstützung hinzufügen
Integrieren Sie assistive Technologien, die körperliche Anstrengung reduzieren, sichere Bewegung unterstützen und Mitarbeitenden mit Mobilitätseinschränkungen ermöglichen, unabhängiger zu arbeiten. Geeignete Hilfsmittel sollten zu den täglichen Aufgaben, der Arbeitsplatzgestaltung und individuellen Mobilitätsmustern passen, ohne visuelle Unordnung oder betriebliche Komplexität zu schaffen.
- Sprachgesteuerte Beleuchtung, Türen, Jalousien und Arbeitsgeräte nutzen intelligente Technologie, um unnötiges Greifen, Stehen oder wiederholte Transfers zu begrenzen.
- Höhenverstellbare Schreibtische, motorisierte Monitorarme und adaptive Eingabegeräte bieten ergonomische Lösungen für sitzende, stehende oder rollstuhlbasierte Arbeit.
- Mobile Hebehilfen, automatische Türöffner und Näherungssensoren unterstützen eine sicherere Bewegung zwischen Schreibtischen, Lagerbereichen, Besprechungsräumen und gemeinsam genutzten Geräten.
Der Fokus liegt weiterhin auf zuverlässiger, reibungsarmer Unterstützung. Bedienelemente sollten erreichbar, intuitiv und mit bestehenden Arbeitsplatzsystemen kompatibel sein. Kabel, Ladestationen und Gerätedocks müssen ordentlich platziert werden, um freie Wege zu erhalten. Bei sorgfältiger Auswahl stärken assistive Technologien die Autonomie, reduzieren Belastungen und machen den Arbeitsplatz reaktionsfähiger gegenüber unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnissen.
Testen Sie die Arbeitsplatz-Einrichtung mit Mitarbeitern
Die Arbeitsplatzgestaltung sollte durch reale Arbeitsversuche getestet werden, um zu bestätigen, dass Wege, Werkzeuge und Arbeitsflächen sichere und effiziente Bewegungen unterstützen. Mitarbeiter-Feedbackrunden helfen dabei, Beschwerden, Zugangsbarrieren und Arbeitsablaufprobleme zu erkennen, die in der Planung möglicherweise nicht sichtbar werden. Fortlaufende Anpassungen der Arbeitsplatzgestaltung stellen sicher, dass die Umgebung ergonomisch, praktisch und auf die Mobilitätsbedürfnisse jedes Mitarbeiters abgestimmt bleibt.
Versuche mit realen Aufgaben
Führen Sie realistische Aufgabenversuche durch, bei denen Mitarbeitende die Tätigkeiten ausführen, die sie tatsächlich erledigen – zwischen Arbeitsstationen wechseln, nach Werkzeugen greifen, gemeinsam genutzte Geräte verwenden, an Besprechungen teilnehmen und Pausen machen –, während Bewertende beobachten, wie die Einrichtung Komfort, Sicherheit, Unabhängigkeit und Effizienz unterstützt. Jeder Versuch sollte ein normales Arbeitstempo, typische Unterbrechungen und die Nutzung adaptiver Technologien im Rahmen eines inklusiven Designansatzes widerspiegeln.
- Eine Rollstuhlnutzerin oder ein Rollstuhlnutzer nähert sich einem höhenverstellbaren Schreibtisch, übergibt bzw. legt Dokumente ab, schließt einen Laptop an und erreicht Stauraum, ohne sich verdrehen zu müssen oder sich zu überlasten.
- Eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter bewegt sich durch Flure, Türen, Küchenbereiche und Besprechungsräume und überprüft dabei ausreichenden Wenderaum und stabile Bodenbeläge.
- Gemeinsam genutzte Drucker, Schließfächer, Schalter und Kollaborationsbildschirme werden auf Reichweite, Sichtbarkeit, Griffkomfort und Zugänglichkeit im Sitzen getestet.
Die Ergebnisse dienen als Grundlage für praktische Verbesserungen, bevor der Arbeitsplatz finalisiert oder unternehmensweit ausgeweitet wird.
Mitarbeiter-Input-Sitzungen
Mehrere Mitarbeiter-Input-Sitzungen sollten mit Personen mit Mobilitätseinschränkungen, Vorgesetzten, Facility-Mitarbeitenden sowie Ergonomie- oder Barrierefreiheitsspezialisten durchgeführt werden, um zu überprüfen, wie die Arbeitsplatzgestaltung im täglichen Gebrauch funktioniert. Diese Sitzungen sollten sich auf konkrete Aufgaben, Wege, Greifbereiche, Transfers, Zugang zu Stauraum, Schreibtischhöhe, Sitzunterstützung, Beleuchtung und Notfallverfahren konzentrieren. Strukturiertes Arbeitsplatz-Feedback hilft dabei, Barrieren zu erkennen, die bei formellen Inspektionen möglicherweise nicht auffallen, wie etwa ungünstige Wendeflächen in der Nähe von Druckern oder Schwierigkeiten beim Zugriff auf gemeinsam genutzte Materialien. Moderatoren sollten klare Fragen stellen, die Körperhaltung beobachten und Kommentare dokumentieren, ohne persönliche Erfahrungen infrage zu stellen. Eine starke Mitarbeiterbeteiligung verbessert das Vertrauen und trägt dazu bei, sicherzustellen, dass Lösungen zu den tatsächlichen Arbeitsgewohnheiten passen und nicht auf Annahmen beruhen. Die Ergebnisse sollten nach Sicherheit, Komfort, Unabhängigkeit und Aufgabeneffizienz priorisiert werden, um eine klare Grundlage für Designentscheidungen zu schaffen.
Laufende Einrichtung Anpassungen
Nachdem Mitarbeitenden-Eingabesitzungen wahrscheinliche Barrieren identifiziert haben, sollte die Arbeitsplatzgestaltung während realer oder simulierter Arbeitsaufgaben getestet und bei veränderten Bedingungen angepasst werden. Beobachtende sollten Reichweiten, Übergabepunkte, Wendeflächen, Ermüdung sowie den Zugang zu Werkzeugen oder Bildschirmen beachten. Rückmeldungen werden anschließend in laufende Anpassungen umgesetzt, die Sicherheit, Selbstständigkeit und Produktivität unterstützen.
- Ein höhenverstellbarer Schreibtisch wird angehoben, abgesenkt und neu positioniert, während die mitarbeitende Person routinemäßige Aufgaben ausführt.
- Wege, Aufbewahrungsbereiche und Ausrüstung werden auf ausreichenden Platz für Rollstuhl, Rollator oder Scooter geprüft.
- Beleuchtung, Bedienelemente, Sitzgelegenheiten und Kommunikationsmittel werden auf Komfort und Benutzerfreundlichkeit überprüft.
Der Prozess sollte flexible Änderungen ermöglichen, wie das Verlegen von Vorräten, das Anpassen von Stuhlstützen, das Hinzufügen von Türöffnern oder das Überarbeiten von Arbeitsabläufen. Nachkontrollen tragen dazu bei, sicherzustellen, dass die Gestaltung wirksam bleibt.
